Bürgerschaftliches Engagement von Migrantinnen und Migranten

Ein Transnationales Austauschprogramm in

Dänemark - Deutschland - Frankreich 
Großbritannien - den Niederlanden - Österreich 

Finanzielle Unterstützung

Europäische Kommission, Generaldirektion für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten und 
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Deutschland

Phase 1 des Transnationalen Austauschprogramms: 12/2002 - 08/2003 im Rahmen des Aktionsprogramms der Gemeinschaft zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung (2002-2006)

Hintergrund

Über das bürgerschaftliche Engagement von MigrantInnen ist bislang wenig bekannt, obwohl zunehmend Netzwerke, Selbsthilfepotenziale und Migrantenorganisationen in den Fokus der Forschung rücken. Freiwilligenarbeit und bürgerschaftliches Engagement – für die eigene ethnische Gemeinschaft oder für verschiedene Gruppen – kann in zweifacher Hinsicht zur Förderung der gesellschaftlichen Integration beitragen: bspw. zur Förderung der Beschäftigungsbeteiligung durch Arbeitsmarktberatung oder zur Förderung der Bildungsbeteiligung von Kindern ausländischer Herkunft durch gezieltes Training und gleichzeitig durch den Erwerb neuer Fähigkeiten und Erfahrungen durch die Freiwilligenarbeit selbst. MigrantInnen sind in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in besonderem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Beitrag, den bürgerschaftliches Engagement von MigrantInnen in den Bereich der gesellschaftlichen Integration und der auf dem Arbeitsmarkt liefert, wird bislang unterschätzt und zu wenig beachtet. Durch die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Selbsthilfepotenzialen von MigrantInnen können hier wichtige Beiträge zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung und Armut geleistet werden.

Zielsetzung

Die Zielsetzungen der ersten Phase umfassen:

  • Bestandsaufnahme der wissenschaftlichen Diskussion um das bürgerschaftliche Engagement von MigrantInnen
  • Analyse der nationalen Politiken zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von MigrantInnen
  • Identifikation von kommunalen und regionalen Programmen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von MigrantInnen
  • Zusammenstellung von best practice-Modellen im Rahmen von Migrantenselbstorganisationen und von Initiativen der Wohlfahrtsverbände
  • Festlegung der Zielvorgaben und Antragstellung für die zweite Phase
  • Aufbau eines Netzwerks von Partnern aus den Bereichen Politik und Praxis in jedem teilnehmenden Land, das aus Nichtregierungsorganisationen, Migrantenselbstorganisationen und Gebietskörperschaften besteht

Arbeitsweise

Die Projektpartner führen in den jeweiligen Ländern – Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich – Recherchen durch, um die oben erwähnten Analysen und Berichte zusammenzustellen. Auf dieser Basis werden transnationale Tagungen in jedem Land mit VertreterInnen von lokalen, regionalen und nationalen Behörden, von Nichtregierungsorganisationen und Migrantenselbstorganisationen durchgeführt.

Ergebnisse

Die Ergebnisse werden in Form von Berichten in deutscher, englischer und französischer Sprache im September 2003 als Printversionen und im Internet unter www.mem-volunteering.net veröffentlicht und den zuständigen EntscheidungsträgerInnen auf europäischer, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene vorgestellt, um Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Förderung bürgerschaftlichen Engagements von MigrantInnen zu geben.

Berichte

Endbericht Deutschland (Deutsch, pdf, 1.4 MB)

Zusammenfassung Deutschland (Englisch, pdf, 459 Kb)

Endbericht Österreich (Deutsch, pdf, 1.1 Mb)

Zusammenfassung Österreich (Englisch, pdf, 145 Kb)

Europäischer Gesamtbericht (Deutsch, pdf, 1.1 MB)


© 2003 INBAS-Sozialforschung GmbH, Frankfurt am Main